Fantasyy Factoryy
c/o Allen Tepper

Am Feldbach 23
59590 Geseke
Tel.: 02942 - 5385
www.fantasyy-factoryy.com

for concert booking:
"fantasyy factoryy"
P.O.Box 1233
59583 Geseke
germany


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Fantasyy Factoryy is the Pseudonym of guitarist/singer/songwriter Alan Tepper, somebody with good connections because he was able to record his debut album in London's Sun Dial studios with Gary Ramon behind the mixing desk. lt took him three days to record "Ode To Life" with the help of Tom Schrnitz (bass) and Mr. C. Marihuana (drurm). The music of Fantasyy Factoryy is best described as being deeply rooted in the German psychedelic Krautrock Tradition with Hendrix-like guitar play on "Watching You" and "See You, See Me" , eerie vibes in "Spooky", a gentle folk interval in "A Rainbow in the West" and the over 14 minutes long "King, Poet and Magician" in which more room is left for improvisation and a guitar solo. Gary Ramon mixed this album perfectly and added his personal touch to it in the form of various vocal and instrumental distortions. "Ode To Life" a fantastic 70s Krautrock album made in the nineties.

Alan Tepper selected a different backing group to record "Tales To Tell": Karl Watson on bass and Dr. Cosmo Spheren on drums. Never mind, the result is just as beautiful as on his debut album and 1 think that his second effort is an even better exercise in 70s Krautrock atmospheres: "Out of the Maze" restores the almost forgotten wah-wah guitar solo Tradition, "Gypsy Lover" rocks furiously on distorted guitar riffs and flute play, "New Dawn" is an over 15 minutes long piece of floating, Floydish psychedelia, while "Season of Sorcery" and "Secret Garden" set the tone for a few folky trips into the scented hippie gardens of paradise, spacier than "Ode To Life". Anyway, both albums figure among the best Gerrnan psychedelic reieases I've heard the past few years. Very recornmended stuff (the lemmings are back indeed!). (CROHINGA WELL)

 

Interview mit Carsten Agthe

Zwar ist die Psych-Szene in Deutschland arg zerplittet und bietet deshalb auch kaum Ansatzpunkte, die lohnend wären, sich mit ihr intensiv zu befassen, aber Ausnahmen gibt es auch hier und diese wiederum bestätigen die Regel. Mit Sicherheit aber gehörte eine Band wie FANTASYY FACTORYY zum festen Bestandteil des deutschen psychedelischen Undergrounds, wenn es diesen geben sollte. Der Erfolg der Projektes resultiert letztendlich durch ihren Stellenwert im Ausland, wo es, vor allem in der Psych-Szene Italiens und Großbritanniens, auch ein bestätigtes Ansehen genießt.

Gegründet 1994 von Alan Tepper (guitar, vocals, songwriting) spielte man schon ein Jahr später in den Londoner Sun Dial Studios unter der Regie von Psych-Guru Gary Ramon (Sun Dial) mit „Ode To Life“ das erste Album ein. Bereits dieses Debüt, welches 1996 auf ‘Ohrwaschl’ erschien, geriet zu einem vielschichtigen Stück Musik, welches sich nicht nur auf die Anfänge von Psychedelic und Krautrock beruft, sondern den Bogen bis in die heutige Zeit spannt. So macht Alan Tepper auch keinen Hehl daraus, daß ihn gerade deutsche Krautrockbands wie Out Of Focus oder Yatha Sidhra maßgeblich beeinflußten.

„Die Wurzeln von Fantasyy Factoryy liegen ganz klar in den 60-er / 70-er Jahren, was den Musikgeschmack betrifft. Das Faszinierende (Mr. Spock) an dieser Zeit ist wohl die Vielfalt der Ausdrucksformen und die Individualität vieler Bands. Als besonders wichtig empfinde ich die Tatsache, daß den Bands damals Zeit zur Entwicklung gegeben wurde, was gerade für den Charakter einer Musik sehr wichtig ist. Außerdem waren die End-60-er allgemein eine kulturelle Hochzeit nicht nur in der Musik, sondern auch in der Literatur, im Film oder allgemein ausgesprochen in den bildenden Künsten. Das Lebensgefühl war verglichen mit der heutigen Zeit ein völlig anderes und das ist auch auf vielen Platten zu hören. Diese Vielfalt der Möglichkeiten ist eine gesunde Basis für zeitgenössische Musik. Ich glaube, daß ein Musiker im Jahr 2000 doch schon vielen Zwängen unterworfen ist und darum ist es für uns wichtig, viele dieser Möglichkeiten wieder zu entdecken und neu zu gestalten. Wir wollen also keine vergangene Zeit reanimieren, sondern von den positiven Strömungen lernen“ (Alan Tepper).

In seinem exzellenten Gitarrenspiel, fast schon einmalig in unseren Breiten, hört man unweigerlich Alan Teppers Seelenverwandtschaft zu Ausnahmegitarristen wie Jimi Hendrix, Uli Jon Roth, Robin Trower oder Nick Saloman (The Bevis Frond) heraus.

Alan Tepper zum doch recht nebulös wirkenden Bandtitel: „Die Idee zu der Schreibweise kam mir, als ich die LP von der englischen Psychedelic-Band Velvett Fogg kaufte. Johnn Peell schrieb damals die Liner-Notes zu der Scheibe. Ich fand es einfach interessant, von der herkömmlichen Schreibweise abzuweichen und damit auch einen kleinen Hinweis auf unsere Musik zu geben, die sich ja auch nicht klar in den zeitgenössischen Kontext einordnen läßt. Ein witziger Effekt des Namens ist auch, daß es immer wieder Journalisten gibt, die ihn ‘berichtigen’. Soo itt goess!... Die Idee zu dem Bandnamen hatte ich, während ich ein altes Video von Traffic gesehen habe, in dem sie den Song ‘Shoot Out At The Fantasy Factory’ spielten. Leider ist der Bandname Fantasy schon zweimal belegt (einmal von einer US-Band und einmal von einer UK-Band). Am Anfang hat mich das Factory auch ein wenig gestört, da ja eine Fabrik allgemein mit negativen Assoziationen belegt ist, wie z.B. Produktion, Akkord, Mechanik usw. Mittlerweile mag ich den Namen aber so, wie er ist, denn es haben sich viele positive Zusammenhänge ergeben.“

Nach der Einspielung von „Ode To Life“ kam es zur ersten Umbesetzung. Für den Bassisten Tom Schmitz kam Karl Watson, Mr. C. Marihuana (drums) wurde durch Dr. Cosmos ersetzt. In dieser Besetzung wurden auch die Nachfolgealben „Tales To Tell“ (1997) sowie „If I Like, I Do It“ (1998-bisher nur auf Vinyl, demnächst erstmalig auf CD) eingespielt, die den mit dem ersten Album begründeten Status der Band in ihrem Metier festigten.

1998 kam schließlich ein gewisser C.Stone am Bass in die Band und in dieser Besetzung, bis heute die langlebigste von FANTASYY FACTORYY, verwirklichte man schließlich im Jahr 2000, neben zahllosen Beiträgen auf Compilations und Tribute-Alben (u.a. für Pink Floyd, die Beatles und Black Widow), das Mammutwerk „Dreams Never Sleep!“, eine über 70-minütige Achterbahnfahrt durch Zeit und Räume, die im Makrokosmos mit Sicherheit eine der wichtigsten Veröffentlichungen im Bereich Psyche der letzten Jahre darstellt, im Mikrokosmos einfach nur das Magnum Opus des Trios um Alan Tepper ist.        

Neben überlangen Trips wie das zwölfminütige „Landing“ oder das fünfzehnminütige „Room Of Echoes“ sind es gerade akustisch-verhaltene Tracks wie „Will You“, „Sadly Waiting“, „Soul Sister“ oder der wundervoll harmonische Titelsong, die dem Album eine ungezwungene Leichtigkeit verschaffen. Verdient hätte es „Dreams Never Sleep“ allemal, aus dem Underground genannten Randdasein auszubrechen. „Zu hoffen ist natürlich, daß die Psychedelic-Szene mehr Hörer bekommen würde, denn der Underground ist sicherlich noch ausbaufähig.“ (A.Tepper)

Allegorisch sind „Dreams Never Sleep!“ und auch seine Vorgänger als die ultimativen psychedelischen Trips zu sehen, because, if you like to dream, then do it!

-Carsten Agthe - Januar 2001-

 

Releases:

Ode To Life                                                                       CD       1996 Ohrwaschl   OWR     06

 Tales To Tell                                                                     CD       1997 Ohrwaschl   OWR      09

 Dreams never sleep!                                                          CD       2000  Ohrwaschl   OWR    010

 Dreams never sleep!  Double-Album incl. 20 min bonus    DLP     2000  Ohrwaschl  OWLP 04/05

 If i like it,i do it ( plus 20 min. Bonustracks)                      CD       2001  Ohrwaschl   OWR    011